Les Houmets sind sehr kleine unbewohnte Inseln, gelegen unmittelbar östlich des nördlichen Endes der Insel Guernsey (britische Kanalinseln). Ihr Name leitet sich von einer Verkleinerung von hou ab, einem normannischen Wort, das Inselchen bedeutet und sich als Bestandteil zahlreicher Namen der britischen Kanalinseln wiederfindet. Sie sind Gezeiteninseln. Zu den Inseln gehören Houmet Benest/Houmet Benêt, Houmet Paradis und Houmet Hommetol (Omptolle).

Houmet Benest/Benêt ist etwa 180 Meter vom Ufer der Insel Guernsey entfernt und ihr ist wiederum ein kleiner Felsen namens „Hommet“ vorgelagert. Dieser ist dreieckig und hat eine Größe von 73 mal 45 Meter. Heute kann man hier noch Reste einer Geschützbatterie aus dem 18. Jahrhundert vorfinden, die damals zur Verteidigung gegen die Franzosen an dieser Stelle errichtet wurde. Die deutsche Besatzung fügte während der Besetzung der britischen Kanalinseln im Zweiten Weltkrieg ihre eigene Geschützbatterie hinzu, ebenso wie die Briten in der Nachkriegszeit nach dem Abzug der Wehrmacht. Das Dampfschiff Clarrie sank 1921 vor Houmet Benêt, im Great Roussel. Ihr gingen in den Jahrhunderten zuvor bereits einige Schiffe voraus, und auch nach 1921 sanken an dieser Stelle noch einige Schiffe. Houmet Benest ist mit Gras und Brombeersträuchern bedeckt.
Les Houmets direkt vor der Insel Guernsey

Les Houmets direkt vor der Insel Guernsey

Houmet Paradis war ursprünglich als Houmet de l’Eperquerie bekannt, da die Insel zum Ausnehmen von Fischen und zum Trocknen auf Ständen verwendet wurde.  In den 1920er Jahren wurde Houmet Paradis als Steinbruch und auch als Viehweide genutzt – letzteres war möglich, da auf dieser kleinen Insel viel Gras wächst. 1951 wurde es an einen James Watson aus Newcastle upon Tyne für die Summe von 500 Britischen Pfund verkauft, der die Insel unter den Schutz des National Trust of Guernsey stellte. Houmet Paradis blieb anschließend bis ins Jahr 2004 in Familienbesitz, als es schließlich im Rahmen einer Auktion von James Watsons Enkel (ebenfalls mit Namen James Watson) an ein lokales Konsortium verkauft wurde, das die Insel als Naturschutzgebiet zu erhalten gedenkt.

In den Gewässern um die kleine Insel Hommetol werden vorwiegend Meeresschnecken gesammelt. Der Felsen selbst ist hingegen vor allem mit Grasnelken bedeckt.