Geschichte der Kanalinsel Jersey

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Die Insel Jersey und die anderen Kanalinseln stellen die letzten Überbleibsel des mittelalterlichen Herzogtums Normandie dar, das sowohl in Frankreich als auch in England herrschte. Jersey liegt in der Bucht von Mont Saint-Michel und ist die größte der Kanalinseln. Seit der Teilung des Herzogtums Normandie im Jahr 1204 genießt Jersey Selbstverwaltung.

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Vor- und Frühgeschichte

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Die frühesten Beweise für menschliche Aktivitäten in Jersey stammen von vor etwa 250.000 Jahren, also noch aus der Zeit, in der Jersey noch keine Insel, sondern mit dem Festland verbunden war. Banden nomadischer Jäger nutzten damals die Höhlen von La Cotte de St Brelade als Basis für die Jagd auf Mammut und Wollnashorn.

Der Anstieg des Meeresspiegels hat dazu geführt, dass Jersey seit etwa 6.000 Jahren eine Insel ist und gegenwärtigen eine ungefähre Ausdehnung von Ost nach West von ungefähr 16 Kilometern und von Nord nach Süd etwa 10 km aufweist. Aus der Eiszeit Einritzungen gefunden, die wahrscheinlich um 12.000 v. Chr. angefertigt wurden und die menschliche Besiedlung in dieser Zeit belegen.

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Es gibt auch Belege für die Existenz von Siedlungen in der Jungsteinzeit, die rituelle Grabstätten, bekannt als Dolmen, bauten. Die Anzahl, Größe und sichtbare Standorte dieser megalithischen Monumente (insbesondere La Hougue Bie) lassen vermuten, dass für den Bau eine Organisation und Vernetzung über ein weites Gebiet, einschließlich der umliegenden Küsten, erforderlich war. Archäologische Beweise zeigen auch, dass in dieser Zeit Handelsverbindungen mit der heutigen Bretagne und der Südküste Englands bestanden.

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Besonders interessant und ergiebig ist für Archäologen natürlich der Fund eines Hortes. So wurde im Jahr 1889 beim Bau eines Hauses in Saint Helier ein 746 g schwerer Goldtorc irischen Ursprungs ausgegraben. In Saint Lawrence wurde 1976 ein bronzezeitlicher Hort, bestehend aus 110 Geräten, meist Speere und Schwerter, entdeckt – wahrscheinlich war dies das Lager eines Schmiedes. Münzschätze wurden in La Marquanderie in Saint Brelade, in Le Câtel in Trinity und in Le Câtillon in Grouville (1957) entdeckt.

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Im Juni 2012 gaben zwei Sondengänger bekannt, dass sie den möglicherweise größten europäischen Schatz an eisenzeitlichen keltischen Münzen entdeckt hatten. Es handelte sich um 70.000 Münzen aus der späten Eisenzeit und der römischen Zeit. Man vermutet, dass dieser Hort einem Stamm gehörte, der auf der Flucht vor Julius Cäsars Armeen um 50 bis 60 v. Chr. war. Im Oktober 2012 berichtete ein anderer Sondengänger über einen früheren Bronzezeit-Fund, den Trinity-Hort.

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Antike und Frühes Mittelalter

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Obwohl Jersey Teil des Römischen Reiches war, fehlt es an Quellen, um genug über das Leben auf der Insel während der römischen Periode und des frühen Mittelalters zu wissen. Die Überlieferung, wonach die Insel von den Römern Caesarea genannt wurde, scheint nicht sehr sicher. Der römische Name für die Kanalinseln lautete I. Lenuri (Lenur-Inseln) und wurde auch von den Briten während ihrer Einwanderung in die Bretagne im 5. und 6. Jahrhundert genutzt.

Verschiedene Heilige wie die Kelten Samson von Dol und Branwalator (Brelade) waren in der Region aktiv. Der Überlieferung nach brachte der Heilige Helier aus Tongeren im heutigen Belgien im 6. Jahrhundert erstmals das Christentum auf die Insel. Ein Teil der Mauern der Fishermen’s Chapel stammt aus dieser Zeit, und Karl der Große schickte 803 einen Abgesandten auf die Insel (damals Angia, auch Agna genannt). Eine um 911 errichtete Kapelle ist heute Teil des Kirchenschiffs der Pfarrkirche St. Clemens.

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Die Zeit der Normannen auf Jersey

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Die Insel erhielt den Namen Jersey von den im 9. und 10. Jahrhundert in dieser Region aktiven Wikingern. Die Kanalinseln blieben politisch mit der Bretagne bis 933 verbunden, als William Longsword, Herzog der Normandie, die Halbinsel Cotentin sowie die Kanalinseln eroberte und seiner Domäne hinzufügte. 1066 besiegte Herzog Wilhelm II. von der Normandie König Harold in der Schlacht von Hastings und wurde König von England.Dennoch regierte er weiterhin seine französischen Besitztümer als separate Einheit, da er als Herzog dem König von Frankreich die Lehenstreue  schuldete.

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Nach den „Rolls of the Norman Exchequer“ wurde Jersey 1180 zu Verwaltungszwecken in drei Amtsbereiche aufgeteilt: de Gorroic, de Groceio und de Crapau Doit, wobei jede von ihnen möglicherweise vier Pfarreien umfaßte. In dieser Zeit erfolgten viele Kirchenbauten und Kirchenerweiterungen. Dabei wurden die meisten Pfarrkirchen auf der Insel in einem normannischen Stil gebaut bzw. umgebaut.

Die Inseln blieben bis 1204, als König Philipp II. von Frankreich das Herzogtum Normandie von König Johann von England entriß, Teil des besagten Herzogtums. Dank Pierre de Préaux – normannischer Ritter, der als Gouverneur der Kanalinseln eingesetzt war -, der beschloss, König Johann zu unterstützen, blieben die Inseln im persönlichen Besitz des englischen Königs. Die damals erlassenen sog. Verfassungen von König Johann sind die Grundlage der modernen Selbstverwaltung.

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Jersey im Hoch- und Spätmittelalter

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Ab 1204 waren die Kanalinseln kein friedlicher Rückzugsort mehr, sondern wurden zu einem potenziellen Brandherd auf der internationalen Bühne zwischen England und Frankreich. Mit dem Vertrag von Paris (1259) gab dann aber der König von Frankreich den Anspruch auf die Kanalinseln auf. Der Anspruch beruhte auf seiner Stellung als Feudalherr des Herzogs der Normandie. Der König von England verzichtete auf den Anspruch auf das Festland der Normandie und ernannte einen Warden (Verwalter – wird heutzutage als Lieutenant Governor of Jersey bezeichnet) und einen Bailiff (Vogt), der an seiner Stelle regieren sollte. Die Kanalinseln wurden nie in das Königreich England aufgenommen. Die Kirchen in Jersey wurden jedoch für weitere 300 Jahre unter der Kontrolle der Diözese Coutances belassen.

Die bestehenden normannischen Bräuche und Gesetze durften fortgeführt werden, mit der Ausnahme, dass der König von England und nicht der Herzog der Normandie das Oberhaupt des Rechtssystems war. Es gab keinen Versuch, englisches Recht einzuführen. Das Gesetz wurde durch 12 Jurats, Constabler (connétable) und einen Bailiff (Baillé) vertreten. Diese Titel bzw. Ämter haben auf den Kanalinseln andere Bedeutungen und Pflichten als in England.

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Die Burg Mont Orgueil wurde zu dieser Zeit als königliche Festung und Militärbasis gebaut. Dies war notwendig, da die Insel nur wenige Verteidigungsanlagen besaß. Konkrete Auseinandersetzungen gab es zuvor mit der Flotte des französischen Piraten Eustace dem Mönch, der zunächst mit dem englischen König zusammenarbeitete, bis er 1212 die Seiten wechselte und im Auftrag des französischen Königs die Kanalinseln überfiel. Ein „Warden“ wurde ernannt, um den König auf der Insel zu vertreten, dieser Titel wurde manchmal „Capitain“ genannt und später „Governor“ der Insel. Seine Aufgaben waren in erster Linie militärischer Natur mit der Befugnis, den König zu vertreten, um einen Bailiff zu ernennen, der normalerweise ein Inselbewohner war.Jede durch einen Bailiff oder einen Warden ausgeübte Repression sollte vor Ort gelöst werden oder, falls dies nicht möglich war, durch einen Appell an den König, der Kommissare ernannte, die über die Streitigkeiten berichten sollten.

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Der Aufstieg von Jeanne d’Arc ermutigte Frankreich dazu, die Engländer vom französischen Festland, mit Ausnahme von Calais, zu vertreiben. Allerdings gelang es den Franzosen nicht, das vor ihrer Küste gelegene Jersey während des Hundertjährigen Krieges zu erobern. Sie nutzten stattdessen die Spaltung Englands während der Rosenkriege aus, und eroberten im Sommer 1461 den Mont Orgueil. Die Insel wurde von den Franzosen bis 1468 gehalten, als die Yorker Truppen und die örtlichen Milizen die Burg zurückerobern konnten.

Aufgrund der strategischen Bedeutung der Insel für die englische Krone konnten die Inselbewohner über mehrere Jahrhunderte hinweg das Recht auf die Beibehaltung von Privilegien und die Verbesserung bestimmter Vergünstigungen, wie z.B. der Handelsrechte, durch den König aushandeln.

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Von der Reformation bis zu den Kriegen der Drei Königreiche

[/et_pb_text][/et_pb_column][/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=“4.4.8″ custom_padding=“0px|||||“][et_pb_column type=“4_4″ _builder_version=“4.4.8″][et_pb_text _builder_version=“4.4.8″]Während des 16. Jahrhunderts führten die Ideen der Kirchenreform und die Lossagung vom katholischen Glauben durch Heinrich VIII. von England dazu, dass die Inselbewohner die protestantische Religion annahmen. Der Calvinismus bedeutete für Jersey, dass das Leben recht asketisch wurde. Die Gesetze wurden rigide durchgesetzt, die Strafen für Missetäter waren streng, aber immerhin wurde die Bildung verbessert.

Die Exkommunizierung Elisabeth I. von England durch den Papst erhöhte die militärische Bedrohung der Kanalinseln, und die zunehmende Verwendung von Schießpulver auf dem Schlachtfeld bedeutete, dass auch die hiesigen Befestigungsanlagen ertüchtigt werden mußten. Zur Verteidigung der St. Aubin’s Bay wurde eine neue Festung gebaut, benannt nach der Königin. Die Inselmiliz wurde auf Grundlage der Parishes neu organisiert, und jedes Parish verfügte über zwei Kanonen, die normalerweise in der Kirche untergebracht waren – eine jener Kanonen ist noch immer am Fuße des Beaumont-Berges zu sehen.
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Eines der günstigen Handelsabkommen mit England bot die Möglichkeit, Wolle zu importieren. Die im Zuge dessen erreichte die Produktion von Strickwaren auf der Insel ein Ausmaß, das die hiesige Nahrungsmittel zu gefährden drohte, weshalb das Stricken per Gesetze reglementiert wurde. Der Begriff „Jersey“ als Synonym für Strickpullover hat hier seinen Ursprung. Die Inselbewohner beteiligten sich zu jener Zeit auch an der Fischerei in Neufundland. Jedes Jahr verließen die hochseetauglichen Fischerboote Jersey im Februar oder März und kehrten erst im September oder Oktober wieder zurück. Außerdem wurden Kolonien in Neufundland gegründet.

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Bürgerkrieg, Interregnum und Restauration

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In den 1640er Jahren waren England, Irland und Schottland in den Krieg der drei Königreiche verwickelt. Der Bürgerkrieg spaltete auch Jersey. Die Sympathie der Inselbewohner lag beim Parlament, aber die regierenden de Carterets hielten die Insel Jersey auf der Seite des Königs.

Der Prinz von Wales, der zukünftige Charles II. besuchte die Insel 1646 und erneut im Oktober 1649 nach dem Prozess und der Hinrichtung seines Vaters, Charles I. Auf dem Royal Square in St. Helier wurde Charles am 17. Februar 1649 nach dem Tod seines Vaters öffentlich zum König ausgerufen (nach der ersten öffentlichen Proklamation in Edinburgh am 5. Februar 1649). 1651 eroberten schließlich parlamentarische Streitkräfte die Insel und sieben Wochen später auch Elizabeth Castle. In Anerkennung für all die Hilfe, die ihm während seines Exils zuteil wurde, gewährte Charles II. George Carteret, dem Bailiff und Gouverneur, eine große Schenkung von Land in den amerikanischen Kolonien, die jener prompt New Jersey nannte, das heute ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika ist.

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Gegen Ende des 17. Jahrhunderts verstärkte Jersey seine Verbindungen mit Amerika, als viele Inselbewohner nach Neuengland und Nordostkanada auswanderten. Die Kaufleute aus Jersey bauten ein blühendes Geschäftsimperium mit dem Fischereiwesen von Neufundland auf.

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Jersey im 18. Jahrhundert

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Bereits am 24. Februar 1768 wurde auf Jersey eine  Handelskammer gegründet. Sie ist somit die älteste im gesamten Commonwealth.

Der sogenannte Code (also das Gesetzbuch) aus dem Jahr 1771 faßte zum ersten Mal an einer zentralen Stelle die bestehenden Gesetze Jerseys zusammen. Nun wurden die Funktionen des Royal Court und der States of Jerseys gegeneinander abgegrenzt, wobei die alleinige Gesetzgebungsbefugnis auf das Parlament übertragen wurde.

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Aus Neufundland zurückkehrende Fischer brachten als weitere Konfession 1774 den Methodismus nach Jersey. Es kam zu Konflikten mit den Behörden, als Anhänger dieser Religion sich weigerten, an Milizübungen teilzunehmen, wenn diese mit kirchlichen Zusammenkünften zusammenfielen. Der Königliche Hof versuchte, methodistische Treffen zu verbieten, aber König George III. weigerte sich, eine solche Beeinträchtigung der Religionsfreiheit zu dulden. Der erste methodistische Minister auf Jersey wurde 1783 ernannt, und John Wesley predigte im August 1789 auf Jersey, wobei seine Worte in den heimischen Dialekt Jèrriais übersetzt wurden. Ihr erstes eigenes Gotteshaus konnten die Methodisten 1809 in St. Ouen errichten.

Insgesamt war das 18. Jahrhundert eine Zeit politischer Spannungen zwischen Großbritannien und Frankreich, da die beiden Nationen im Rahmen ihrer Expansionsbestrebungen sich überall auf der Welt aneinander rieben. Aufgrund seiner geographischen Lage befand sich Jersey darum immer in einer Art Alarmzustand.

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Ende des 18. Jahrhunderts unternahmen die Franzosen zwei Invasionsversuche, um sich in den Besitz Jerseys zu bringen. Im Jahr 1779 wurde der Prinz von Oranien, Wilhelm V., an der Landung in der Bucht von St. Ouen gehindert; am 6. Januar 1781 eroberte eine Truppe unter der Führung von Baron de Rullecourt Jerseys Hauptstadt St. Helier in einem gewagten Angriff im Morgengrauen, wurde aber in der sogenannten Schlacht von Jersey von einer britischen Armee unter der Führung von Major Francis Peirson besiegt. 

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Auf einen kurzlebigen Frieden folgten die französischen Revolutionskriege und die Napoleonischen Kriege, die nach ihrem Ende die Insel Jersey für immer verändert hatten. 1799-1800 wurden über 6000 russische Soldaten unter dem Kommando von Charles du Houx de Vioménil auf Jersey einquartiert, nachdem sie zuvor aus Holland evakuiert wurden.

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Jersey im 19. Jahrhundert

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Die Vielzahl der auf der Insel stationierten englischsprachigen Soldaten und die zahlreichen  pensionierten Offiziere und englischsprachigen Arbeiter, die in den 1820er Jahren auf die Inseln kamen, führte dazu, dass sich auf Jersey allmählich die englischsprachige Kultur durchsetzte.

Jahrhundertelang wurde der Livre Tournois (eine französische Währung) als Zahlungsmittel auf Jersey verwendet. Bis 1837 blieben die Münzen die gesetzliche Währung auf Jersey, obwohl sie zu jenem Zeitpunkt schon längst nicht mehr geprägt wurden. Dann aber erzwangen die schwindenden Münzbestände und die daraus resultierenden Handels- und Zahlungsschwierigkeiten die Einführung des Pfund Sterling als gesetzliches Zahlungsmittel. Jersey gab etwas später (1841) dann auch seine ersten Münzen heraus.

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Die vom Gouverneur General George Don (gelegentlich mit vorgehaltener Waffe gegen den Widerstand der Landbesitzer) errichteten Militärstraßen, die die Küstenbefestigungen mit dem Hafen von St. Helier verbinden sollten, hatten eine unerwartete Wirkung auf die Landwirtschaft, sobald der Frieden zuverlässige Handelsverbindungen wiederherstellte. Die Bauern in den zuvor isolierten Tälern konnten die im Mikroklima der Insel angebauten Früchte schnell zu den wartenden Schiffen transportieren, was ihnen auf den Märkten von London und Paris einen zeitlichen vor ihrer Konkurrenz einbrachte. Damit war die Landwirtschaft auf Jersey nicht mehr so isoliert wie früher. Dazu trug letztlich auch die Einführung von Dampfschiffen und die Entwicklung des französischen und britischen Eisenbahnsystems bei.

Die Bevölkerung von Jersey stieg rasch an, von 47.544 im Jahr 1841 auf 56.078 zwanzig Jahre später, und das trotz einer Sterblichkeitsrate von 20% bei Neugeborenen. Die Lebenserwartung betrug 35 Jahre. Sowohl die Einwanderung als auch die Auswanderung nahmen zu.

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Die Hauptstadt St. Helier expandierte und erhielt viele neue Straßen und Häuser im georgianischen Stil; 1843 wurden Straßennamen eingeführt. Das Theatre Royal wurde gebaut, ebenso wie 1852 das Victoria College. Auch der Hafen wurde in jenen Jahren erweitert und bekam den Namen Victoria Harbour. Bereits 1851 stellte die Wirtschaft Jerseys auf der Weltausstellung immerhin 34 Objekte aus. 1852 wurde der erste Säulenbriefkasten der Welt installiert, und 1854 wurde eine besoldete Polizeitruppe geschaffen.

Zwei Eisenbahnen (die Jersey Western Railway und die Jersey Eastern Railway) wurden 1870 bzw. 1874 eröffnet. Die erste Strecke führte von St. Helier Weighbridge nach La Corbière und die zweite von St. Helier (Snow Hill) zum Pier von Gorey. Die beiden Eisenbahnen wurden nie miteinander verbunden und konnten auf Dauer mit den seit den 1920er Jahren auf Jersey verkehrenden Bussen nicht konkurrieren, so daß die Bahnlinien 1926 bzw. 1936 schließen mußten. Eine nochmalige Nutzung der Eisenbahnen auf der Insel erfolgte nur während des Zweiten Weltkrieges durch die deutschen Besatzer.

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Über einen gewissen Zeitraum im 19. Jahrhundert hinweg war Jersey sogar das viertgrößte Schiffbauregion innerhalb der Britischen Inseln, in der über 900 Schiffe gebaut wurden. Erst als Schiffe nicht mehr aus Holz, sondern aus Eisen und Stahl gebaut und zudem mit Dampfmaschinen bestückt wurden, begann der Niedergang des Schiffbaus auf der Insel.

Im späten 19. Jahrhundert, als die ehemals florierende Apfelwein- und Wollindustrie zurückging, profitierten die Bauern der Insel von der Entwicklung zweier Luxusprodukte – Jersey-Rinder und Jersey-Royal-Kartoffeln. Ersteres war das Produkt sorgfältiger und selektiver Zuchtprogramme; letzteres war ein totaler Zufall. Das 19. Jahrhundert sah auch den Aufstieg des Tourismus als wichtigen Wirtschaftszweig auf Jersey, wozu das Aufkommen der großen Passagierschiffe entscheidend beitrug.

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Das 20. Jahrhundert

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Im Jahr 1899 wurde der Grundschulunterricht obligatorisch (war allerdings erst ab 1907 gebührenfrei). Englisch wurde erstmals 1901 in den Debatten des Inselparlamentes zugelassen. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg wurden Kulturinstitutionen gegründet und die Battle of Flowers sowie das Jersey Eisteddfod ins Leben gerufen. Das erste Flugzeug landete 1912 auf Jersey.

1914 wurde zu Beginn des Krieges die britische Garnison von der Insel abgezogen und stattdessen die Miliz mobilisiert. Die Männer aus Jersey dienten während des Ersten Weltkrieges sowohl in den britischen wie auch den französischen Streitkräften. Eine große Anzahl deutscher Kriegsgefangener wurde in Jersey interniert. Auch die Spanische Grippe, die 1918/19 weltweit um sich griff, verschonte die Kanalinsel nicht.

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Im Jahr 1919 wurden die britischen Maße auf Jersey verbindlich und ersetzten das alte lokale Maßsystem. Im selben Jahr wurde Frauen über 30 Jahren das Wahlrecht zugesprochen. 1923 bat die britische Regierung Jersey um einen jährlichen Beitrag zu den Kosten des Empire. Die States of Jersey lehnten dies ab und boten stattdessen einen einmaligen Beitrag zu den Kriegskosten an. Nach Verhandlungen wurde der einmalige Beitrag Jerseys akzeptiert.

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Die deutsche Besetzung Jerseys

Nachdem die britischen Truppen von den Kanalinseln abgezogen wurden und es am 28. Juni 1940 zu einer Bombardierung Jerseys durch die Luftwaffe kam, erfolgte ab 1940 bis zum Kriegsende 1945 die Besetzung Jerseys (und der anderen britischen Kanalinseln) durch die deutsche Wehrmacht. Damit waren die Kanalinseln das einzige Stück britischen Bodens, das Deutschland während des Zweiten Weltkrieges zu besetzen vermocht.

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In dieser Besatzungszeit wurden etwa 8.000 Bewohner Jerseys evakuiert, 1.200 Inselbewohner in Lager in Deutschland und über 300 Inselbewohner in die Gefängnis- und Konzentrationslager auf dem restlichen europäischen Festland deportiert. Zwanzig von ihnen überlebten dies nicht. Im letzten Kriegswinter hungerten sowohl die Besatzer als auch die Einwohner Jerseys, weil die Kanalinseln durch das Vorrücken der alliierten Truppen vom deutsch besetzten Europa abgeschnitten worden waren – aber nur über die deutsch besetzten Gebiete konnte die Versorgung der Kanalinseln mit Lebensmitteln erfolgen. Nur die Ankunft des Versorgungsschiffs Vega des Roten Kreuzes im Dezember 1944 vermied eine Katastrophe. Der Befreiungstag von der deutschen Besatzung – der 9. Mai 1945 – wird jedes Jahr als Feiertag begangen.

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Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte das Wachstum der Finanzindustrie auf der Insel seit den 1960er Jahren wohl die weitreichendsten Auswirkungen auf Jersey. Mit der Veröffentlichung der Paradise Papers erfuhr man u.a., dass zwei nicht-amerikanische Tochtergesellschaften von Apple für ein Jahr (2015) auf Jersey ansässig waren.

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